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Gestärkt und resilient durch die Weihnachtszeit

18. Dezember 2020

5 Tipps wie Sie auch in der Coronakrise mit Ihrer Familie schöne Feiertage erleben können

Social distancing, Mund-Nasen-Schutz, nahezu vollständige Einstellung des öffentlichen Lebens – das Jahr 2020 und sein Weihnachtsfest wird sicherlich vielen Menschen etwas anders in Erinnerung bleiben. Die hohe zeitliche Beanspruchung und psychische Belastung von Eltern, insbesondere von Müttern, prägt seit März das Familienleben. Laut dem Journal of Health Monitoring des RKI stellen die Schließungen der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen auch die Kinder vor erhebliche Herausforderungen. Räumliche Enge, fehlende Ausweichmöglichkeiten und lose Tagesstrukturen während der Eindämmungsmaßnahmen führen zu erhöhtem familiärem Stress. Die Befunde des RKI konnten allerdings zeigen, dass viele Familien die Zeit während der Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr überwiegend gut meistern konnten.

Wie Sie die Zeit zwischen den Jahren auch dafür nutzen können, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen, hat Barbara Müller für Sie in fünf Tipps zusammengefasst. Als Coach im Bereich Gesundheitsprävention und Persönlichkeitsentwicklung ist sie täglich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die mentale Gesundheit der Menschen und Familien konfrontiert und möchte deren Lebensqualität positiv beeinflussen. Sie ist der Meinung, dass Stärke nicht von Gewinnen kommt, sondern vielmehr aus uns selbst heraus und setzt genau hier an.

Barbara Müller
  1. Erstmal durchatmen

Nutzen Sie die Zeit für Ruhe und Besinnung. Das Jahr 2020 war für alle anders, das muss aber nicht heißen, dass es nicht dennoch positiv sein kann. Nutzen Sie die Zeit im kleinen Familienkreis, um in Ihren Beziehungen Nähe zu schaffen und diese auch zuzulassen. Gehen Sie gemeinsam frische Luft schnappen,  respektieren und vertrauen Sie sich gegenseitig. Die Zeit zwischen den Jahren kann auch bedeuten, einfach mal loszulassen, andere wahrzunehmen und sich selbst treu zu bleiben.

2. Stellen Sie das Thema „Corona“ gedanklich vor die Tür

Sie sind es leid, sich über Corona zu unterhalten? Jeder hat eine Meinung zu Corona und dies führt immer wieder zu Auseinandersetzungen und Disputen. Vereinbaren Sie, dass über die Feiertage Corona nicht zum Mittelpunkt der Gespräche gemacht wird, stellen Sie Corona gedanklich vor die Tür.

3. Nutzen Sie den Rosenthal-Effekt in der Familie!

Kennen Sie den „Rosenthal-Effekt“ aus der Sozialpsychologie? Unsere Erwartungen, Einstellungen und Überzeugungen über eine Person können sich positiv auf das Verhalten derjenigen oder desjenigen auswirken. Wenden Sie den Effekt in Ihrer Familie an! Sprechen Sie mit den Kindern, engen Freunden und Familienmitgliedern über die Dinge, die gut liefen in diesem Jahr und die Sie als Familie stark gemacht haben. Denn das Positive am “sich Stärken” ist, dass ihr Körper auf diese Bestärkung belohnend reagiert, Serotonin wird ausgeschüttet und beeinflusst positiv Ihr Immunsystem.

4. Seien Sie empathisch (auch mit Maske)!

Ein Grundbedürfnis des Menschen ist es, “passend” zu sein.  Was drückt dies besser aus als eine Umarmung, ein liebes Wort oder einfach nur Anteilnahme? Genau das soll nur momentan vermieden werden. Suchen Sie nach Strategien, sich gegenseitig in den Arm nehmen zu können, ohne die andere Person einem Ansteckungsrisiko auszusetzen! Passende, empathische Worte, alles, was das Herz berührt, ist eine Umarmung von innen. Und auch bei Umarmungen von innen schütten wir Oxytocin aus. Ein Bindungshormon, das uns (neben anderen Glückshormonen) von innen stark macht!

5. Bleiben Sie gedanklich im Hier und Jetzt

Sie fragen sich welchen Vorteil es haben könnte, gedanklich im Hier und Jetzt zu bleiben? Ganz einfach, damit wir uns nicht ablenken lassen und mit dem “Jetzt” glücklich sein können. Jeder Gedanke über die Zukunft oder auch über die Vergangenheit lässt uns nicht im Hier und Jetzt sein. Aussagen wie: „Ach wie schön es früher war“ oder „Ach wie schön könnte es sein, wenn doch…“ machen uns unglücklich. Warum? Weil weder das „Schöne“ von damals noch die „Vorgestellte Zukunft“ für uns im “Jetzt” da Ist! Auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen, die Situation „Jetzt“ können wir nicht ändern. Deswegen genießen Sie, was ist und fragen Sie sich, möchten Sie glücklich an Weihnachten sein oder unglücklich? Barbara Müller entscheidet sich für jetzt glücklich sein. Egal ob allein oder mit anderen.

Haben Sie eine frohe Weihnachtszeit, tanken Sie Energie und nutzen Sie die Pause, um nach Luft zu schnappen!