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voiio & volunteering: Fünf voiios erzählen von ihrem Ehrenamt

16. September 2021

Unsere Mission ist es, Familien glücklicher zu machen und in ihrem Alltag zu unterstützen. Dieses Ziel tragen wir nicht nur nach außen, sondern leben es auch innerhalb des Unternehmens. Kein Wunder also, dass sich so viele “voiios”, wie sich die Mitarbeitenden des Social-Impact-Start-ups nennen, ehrenamtlich engagieren. 

Heute treffen wir 5 voiios, die alle unterschiedliche Ehrenämter ausüben und uns erzählen, warum es so bereichernd sein kann, anderen Menschen zu helfen.

“Keiner sollte sich allein fühlen”

Etwa die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland berichtet über mindestens eine Art von belastenden Kindheitserfahrungen. Ob Vernachlässigung, Probleme im Elternhaus oder Gewalt – genau diese Traumata in der Kindheit sind es, die Menschen im späteren Leben daran hindern, glücklich zu sein. 

Celina ist bei voiio als Trainee Business Development tätig. In ihrer Freizeit hat sie einen Verein gegründet, der sich solcher Probleme annimmt. “Die Folgen dieser Kindheitserlebnisse reichen oft bis ins hohe Alter. Dabei mangelt es an Informations- und Unterstützungsangeboten für die Betroffenen. Außerdem werden die Themen oft tabuisiert”, erklärt sie. Für Celina Gründe genug, um gemeinsam mit ihren Freunden einen Verein zu gründen. 

„Ich möchte eine Gemeinschaft schaffen, in der sich keiner allein fühlt.“

Celina

Gemeinsam für Menschen mit belastenden Kindheitserfahrungen e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen unterstützt, die unter den Folgen ihrer Kindheitserfahrungen leiden und damit wieder zu mehr Wohlbefinden beiträgt. “Dabei steht bei uns die ‘Hilfe zur Selbsthilfe’ im Vordergrund. Wir informieren über bestehende Angebote und wollen neue, leicht zugängliche Angebote schaffen.”

Seit der Gründung im Mai 2021 hat Celina viel Resonanz zu dem Thema erhalten. Sobald sie Menschen von dem Verein erzählt, öffnen sie sich und erzählen ihre Erlebnisse. “Ich möchte Menschen für das Thema sensibilisieren, einen Raum geben und dafür sorgen, dass Betroffene sich gehört und verstanden fühlen”, sagt die voiio-Mitarbeiterin. Sie möchte eine Gemeinschaft schaffen, in der sich keiner allein fühlt.

Mehr Informationen zum Verein  und wie Sie mitmachen können, finden Sie unter g-m-b-k.org.

Von der WG-Party zum Ehrenamt

“Es ist kein klassisches Ehrenamt, was alle kennen”, leitet Johannes, CTO bei voiio, seine Erklärung zu seiner freiwilligen Arbeit ein. Er engagiert sich seit seiner Jugend ehrenamtlich in der Open-Source-Community. Damit ist Software gemeint, die kostenlos und mit freien Lizenzen verfügbar ist. 

“Wir alle nutzen tagtäglich Software, die auf einem Projekt basiert, dass eine Person kostenlos erstellt hat. Jedes Betriebssystem auf unseren Smartphones ist so ein Beispiel oder aber Wikipedia”, erklärt er. Seine Tätigkeit beinhaltet, Verantwortung für freie Software zu übernehmen, Fragen dazu zu beantworten, Hilfe zu geben, neue Funktionen zu entwickeln und zu testen. “Ich liebe meinen Job als technischen Leiter so sehr, dass ich das auch in meiner Freizeit machen wollte”, gibt Johannes mit einem Lächeln zu. 

Kostenlose Software treibt die Digitalisierung voran.

Angefangen hat alles mit einer WG-Party. Johannes und seine Freunde wollten einen Beamer so modifizieren, damit er eine Licht-Show zeigt und die Party anheizt. Dafür hat der jetzige CTO von voiio ein kostenloses Programm geschrieben. “Über Nacht luden es hunderttausende herunter. Noch heute erhalte ich mehrere Anfragen dazu im Monat – von Menschen aus Afrika über die Philippinen bis hin zu Südamerika.” 

Seitdem hat er viel dazu gelernt: “Ich wäre beruflich und persönlich nicht da, wo ich heute bin, wenn ich dieses Ehrenamt nicht ausüben würde.” 

Mehr Informationen zur Open-Source-Community und wie Sie mitmachen können, finden Sie bei GitHub, der Apache Software Foundation und der Mozilla Foundation.

Eine zweite Chance für krummes Gemüse

Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung rücken immer weiter in den Fokus der Gesellschaft. voiio-Mitarbeiterin Tatjana wuchs in der Bio-Landwirtschaft auf und achtet deshalb gemeinsam mit ihrem Freund stark darauf, saisonales Obst und Gemüse zu kaufen sowie so wenig Plastikmüll wie möglich zu produzieren. Nur logisch, dass sich das Ehrenamt der Senior Partnermanagerin von voiio auch um dieses Thema dreht.

“Ich unterstütze das Start-up Querfeld, indem ich eine sogenannte Feldbotschaft eröffnet habe. Genauer gesagt ist das eine selbstorganisierte Abholstation für unser krummes Bio-Obst und -Gemüse”, erklärt Tatjana. Berliner Interessierte können sich Gemüse- und Obsttüten über eine Website bestellen, zur voiio-Mitarbeiterin nach Hause liefern lassen und dann abholen. “Das Obst würde aufgrund der Form oder Größe aussortiert und entsorgt werden. Wir retten es damit”, freut sie sich. 

Doch das ist nicht der einzige Vorteil dieses Ehrenamts. Tatjana lernt dadurch regelmäßig neue Menschen aus ihrer Nachbarschaft kennen: “Mittlerweile ist es sogar so, dass wir Rezeptideen austauschen und ich dadurch leckere Gerichte entdeckt habe.” 

Mehr Informationen zu Querfeld  und wie Sie mitmachen können, finden Sie unter querfeld.bio/feldbotschaft.

Kollegin Tatjana begutachtet das gerettete Obst und Gemüse.

“Füreinander da sein und miteinander erleben”

Sport kann Menschen zusammenbringen. Im Fall von Moritz hat er ebenfalls für viele glückliche Momente gesorgt. Er ist Senior Account Executive bei voiio und 2. Vorsitzender eines Sportvereins in seiner Freizeit. “Der SC Hansa 11 zählt etwa 300 Mitglieder und ist im Fußball und Handball aktiv”, erklärt der Hamburger sein Ehrenamt. 

Moritz’ Aufgaben sind vielfältig: vom Jahresabschluss über Digitalisierungsprojekte sowie der Vorbereitung und Durchführung der Jahreshauptversammlung bis hin zur Beantragung von Fördermitteln. Am liebsten erlebt er aber schöne Momente gemeinsam mit den Mitgliedern, feiert sportliche Erfolge mit ihnen und hat stets einen Blick und Draht zu den Mannschaften und deren Mitspielenden. 

“Ich habe in meiner Jugend selbst Fußball im Verein gespielt und tolle sowie prägende Erfahrungen für mein Leben sammeln können. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass auch andere diese Erfahrungen, als Teil einer tollen Gemeinschaft, sammeln können”, erklärt Moritz. Der Verein ist eine Community, der es egal ist, wie lange Personen im Verein sind oder woher sie kommen.

Der SC Hansa 11 bei einem Heimspiel.

Bei der Ausübung des Ehrenamts ist bei ihm vor allem die Wertschätzung für freiwillige Arbeit gestiegen: “Das Ehrenamt im Sportverein ist quasi ein Musterspiel, wie Gesellschaft funktionieren sollte – füreinander da sein und miteinander erleben.”

Mehr Informationen zum SC Hansa 11 und wie Sie mitmachen können, finden Sie unter schansa11.de.

“Wir können etwas gegen Ungerechtigkeit tun”

Maren ist bei voiio als Team Lead Customer Success für alle Partnerunternehmen und ihre Anliegen zuständig; in ihrer Freizeit hat sie einen eigenen Verein mitgegründet. “Unser Verein EFYE e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligten Kindern in Kenia Bildung zu ermöglichen”, erzählt sie. Gemeinsam mit einer Partnerorganisation vor Ort ermöglichen sie aktuell insgesamt 94 Kindern im Grundschulalter zur Schule zu gehen.

Der deutsche Verein ist vor allem dafür zuständig, Ideen für Projekte zu sammeln, Möglichkeiten für die Weiterentwicklung voranzubringen sowie Aufklärungsarbeit in Deutschland zu leisten. Aber auch das Fundraising nimmt einen großen Stellenwert ein, “damit die Menschen in Kenia vor Ort die Möglichkeit haben, Dinge selbst in die Hand zu nehmen”, erklärt Maren.

Die Idee für den Verein entstand aus der Not heraus: “Während meines Studiums habe ich eine Zeit in Kenia verbracht und mich in einem Bildungsprojekt engagiert. Ich blieb weiter mit den Menschen vor Ort in Kontakt und erfuhr später, dass ein Projekt nicht mehr weiter finanziert werden konnte.” Gemeinsam mit einer ehemaligen Kommilitonin war für Maren klar, dass sie etwas unternehmen mussten: “Die Idee, aus Deutschland zu unterstützen, um das Bildungsprojekt aufrechterhalten zu können, war geboren.”

Mehr als ein Bildungsort: Hier wird Zukunft gestaltet.

Seitdem hat Maren einiges gelernt. Vor allem, ihre eigenen Lebensumstände zu schätzen und dieses Privileg zu nutzen: “Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, Chancengleichheit unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund, Geschlecht und sonstigen äußerlichen Faktoren zu fördern. Ich glaube, Bildung ist dafür essentiell.”

Zum Schluss unseres Gesprächs fügt sie noch einen wichtigen Punkt hinzu: “Es gibt sehr viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt – zu wissen, dass wir nicht komplett machtlos sind und unseren eigenen kleinen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten können, ist ein tolles Gefühl.”

Mehr Informationen zum Verein und wie Sie mitmachen können, finden Sie unter efye.org.