Case Study

Beratung – voiio bei der Godea GmbH

8. August 2018

Zum Unternehmen

Die GODEA GmbH ist eine hochspezialisierte Energieberatung, die Erzeugern der Energiewirtschaft bei der Ermittlung von Überschussmengen unterstützt und einhergehender Stromumlageförderungen im Sinne seiner Klienten und auf Basis fehlender Netzkapazitäten ermittelt. Die Kunden der GODEA kommen aus dem Bereich der Windenergie und sind ausschließlich im Norddeutschen Raum unterwegs, in dem das Unternehmen einen führende Stellung für seine Dienstleistung einnimmt.

GODEA GmbH
Produkt: Energieberatung
Branche: Energiewirtschaft & Beratungsdienstleistungen
Zentrale: Hamburg
Mitarbeiter: 58
Mitarbeiter mit Kindern (in Hamburg): 47


Die Mitarbeiterstruktur

Das Team der GODEA besteht aus 33 Projektmanagers, die sowohl in der Funktion des Beraters als auch des Key Account Managers beim Kunden auftreten und die optimalen Einspeisungslösungen für diesen ermitteln. Das Beratungsteam wird durch ein Operationsteam, bestehend aus 23 Mitarbeitern mit unterschiedlichen Rollen, unterstützt. Das Operationsteam ist dabei ausschließlich in der Zentrale in Hamburg ansässig, wohingegen das Beratungsteam zu ungefähr 50% fest in Hamburg sitzt und der Rest an Zweigstandorten wie zum Beispiel Flensburg, Kiel oder Bremen Kunden vor Ort berät. Die Geschlechterverteilung verläuft, abhängig von der jeweiligen Rolle des Mitarbeiters, sehr unterschiedlich. So liegt im Operationsteam der Frauenanteil bei über 95%, wohingegen im Beratungsteam sich dieses Bild umkehrt und ein Männeranteil von 87% vorliegt. Der Altersdurchschnitt im Unternehmen liegt bei 37 Jahren und die Anzahl der Mitarbeiter mit Kind beträgt 86%. In Summe kommen auf die 56 Beschäftigten der GODEA 86 Kinder daher jeder Mitarbeiter mit Kind hat im Schnitt 1,79 Kinder. Hierbei sind mit 90% nahezu alle Kinder zwischen 5 – 13 Jahren alt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die GODEA einen überaus hohe Kinder- zu Mitarbeiterquote hat.

Allgemeine Mitarbeiterleistungen bei der GODEA

Als kleinere Managementberatung bietet die GODEA ihren Mitarbeitern die Zahlung eines Gehalts, das sich im direkten Branchenvergleich im oberen Mittelfeld bewegt. Darüber hinaus steht allen Mitarbeitern ein eigenes Firmenhandy sowie Laptop auch zur privaten Nutzung zur Verfügung. Für die Gesundheit des Teams sorgt eine Kooperation mit einem regionalen Fitnessstudio, täglich frisches Obst in der Zentrale sowie Zuschüsse zu privaten Arztleistungen wie Zahnprothesen, Chiropraktiker oder Brillen. Regelmäßige Teamevents zu denen auch die Familien eingeladen werden, sind ein weiteres wichtiges Instrument, welches das Management nutzt, um die Bindung der Mitarbeiter an die Firma zu stärken und den Zusammenhalt im Team zu festigen.

Sofern vereinbar mit der Funktion der Stelle wird den Mitarbeitern Vertrauensarbeit und Homeoffice gewährt. Den Beratern wird außerdem einen frei-wählbaren Mittelklasse Wagen gestellt, den diese auch für private Zwecke nutzen können. Mitarbeiter die keinen Dienstwagen erhalten, wird eine Karte für den öffentlichen Nahverkehr geboten. Eine Bahncard50 2. Klasse erhält jeder Mitarbeiter.

Die beschriebenen Maßnahmen sowie die Stimmung im gesamten Team wird in regelmäßigen Abständen durch anonyme Zufriedenheitsbefragungen überprüft. Monatliche All-Hands-Meetings bieten außerdem die Möglichkeit Vorschläge für neue Mitarbeiter-Maßnahmen zu unterbreiten und auf mögliche Verbesserungen hinzuweisen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor voiio

Neben der gebotenen flexiblen Arbeitszeit und der Möglichkeit zum Home-Office hatte die GODEA keine weiteren Maßnahmen die direkt dem Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf zurechenbar waren. Trotz dem Umstand fehlender Maßnahmen zeigten regelmäßige Zufriedenheitsbefragungen, dass die Stimmung im Team mit 93% generell sehr zufrieden und die Stimmung zur Frage „Familie, Beruf und Glück“ mit 84% gute Werte aufwies. 

Wie die GODEA zu einer eigenen Ferienbetreuung kam

Im Falle der GODEA kam die Problemerkennung, dass ein Bedarf zu Verbesserung im Bereich Beruf und Familie bestand, eher zufällig. So erfuhr ein geschäftsführender Partner der Beratung zufällig über die Ferienbetreuung der voiio, die im Nebenhaus ihre Geschäftsräume eröffnet hatte.

Als das Thema dann im kleinen Kreis in der Teeküche der Zentrale diskutiert wurde, dauerte es nicht lange und die Frage, ob eine eigene Kinder-Ferienbetreuung Sinn macht oder nicht, kam im monatlichen All-Hands-Meeting auf. In diesem wurde sehr schnell deutlich, dass sich unbewusst zwei Lager in der Firma gebildet hatten: Zum einen die Mitarbeiter mit Zugang zu flexiblen Arbeitszeit und Homeoffice Modellen zum anderen die Mitarbeiter aus dem Operations-Team, denen diese Vorteile auf Grund der Machbarkeit nicht zukamen. Dabei meinte die Formulierung „zwei Lager“ keinesfalls unterschiedliche Diskussions-Standpunkte, als vielmehr zweier unterschiedlicher Wahrnehmung für das Problem der Kinderbetreuung in den Ferien.

Die Relevanz des Themas war somit klar und eine kleine Arbeitsgruppe entschloss sich bis zum nächsten Meeting eine Auswahl an Mitarbeiterprogrammen zu erarbeiten, die sich gezielt dem Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf widmeten. Als die Ergebnisse im nächsten Meeting diskutiert wurden, war schnell klar, dass ein Zugang zu betriebseigenen Ferien-Betreuungsprogrammen einschließlich eines Zuschusses durch die GODEA klarer Favorit unter den Angestellten war. Dabei ist hier insbesondere der Umstand zu nennen, dass ein entscheidender Faktor die Altersstruktur im Team war. So wurde bereits eingangs erwähnt, dass ein Großteil der Mitarbeiter Kinder im Alter zwischen 5 – 13 Jahren sind.

Mit der Entscheidung für voiio verlief die Implementierung entsprechend reibungslos und schnell. Die Unternehmensgröße sowie die vorausgegangene Recherche zu dem Thema erforderte keine großen Kommunikationsanstrengungen mehr. Mittels Email und dem Versand des Ferienprogrammes waren die Mitarbeiter informiert. Ein Zuschuss der GODEA von im Schnitt 80% auf gebuchte Ferienprogramme sowie der natürlich hohe Anteil an Kindern im Unternehmen führten zu sehr hohen Buchungs- und Nutzungsquoten, die wie im Folgenden beschrieben auch ihre positiven Effekte im Unternehmen entfalteten.

Messbare Effekte bei der Godea

Die messbaren Effekte im Folgenden erläutert durch den geschäftsführenden Partner Frank Scheuble:

Herr Frank Scheuble, Managing Partner der GODEA GmbH

Nach unserer Auffassung war der Bereich ‚Familie, Beruf und Glück’ nie ein Problem. So zeigte unsere Umfrage durchweg gute und unauffällige Werte in diesem Bereich. Die Implementierung von voiio zeigte jedoch deutlich, dass wir nicht tief genug in die Analyse gegangen waren. So gab es durchaus einen großen Teil in der Belegschaft, für die das Thema eine Schwierigkeit darstellte. Dieser Teil empfand den Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur zu 73% als zufriedenstellend. In der Reflektion müssen wir uns eingestehen, dass das Thema wahrscheinlich nie zur Sprache kam, da das Management das Thema nach positiven Umfragewerten nie thematisiert hatte. Der Einzelne, der das Thema als Belastung empfand, fühlte sich als Ausbrecher mit einem Individualproblem, dass er nicht adressieren wollte.
Daher kann ich sagen, Dank voiio konnten wir die allgemeine Zufriedenheit in der Firma von einem sehr guten Niveau nochmals steigern (von 93 auf 96,5%) und den Bereich ‚Familie, Beruf und Glück“ von 84% auf 91% erheblich verbessern. Dabei stimmten 100% aller Mitarbeiter zu, dass sie die Maßnahme als sinnvoll erachteten.“

Die voiio bedankt sich beim gesamten Team der GODEA für das entgegengebrachte Vertrauen sowie die Bereitstellung der wichtigen Datensätze sowie Erfassung des allgemeinen Erfolges. Einzelne Datensätze und Informationen wurden im Sinne der DSGVO und zum allgemeinen Schutz des Unternehmens leicht abgeändert.